Digitale Werkzeuge – Fortschritt oder Kostentreiber

Steigende Anforderungen an die Produktqualität sowie kürzer werdende Entwicklungs- und Produk­tionszyklen erfordern eine umfassende Flexibilität, um Wirtschaftlichkeit und nachhaltiges Unternehmens­wachstum zu gewährleisten. Digitale Werkzeuge, wie beispielsweise CAD/CAM-Systeme oder ERP-Systeme, gewinnen unter diesem Aspekt zunehmend an Bedeutung und bieten in zahlreichen Fällen effiziente Schnittstellen zwischen Produkt- und Prozessentwicklung. Einer­seits existieren derzeit bereits leistungsfähige, eigenständige Methoden für die virtuelle Ausle­gung singu­lärer Teilprozesse. Anderseits fehlen oftmals Möglich­keiten für ein durchgängiges Daten­manage­ment. Aus diesem Grund ist für den spezifischen Einsatz­zweck individuell zu entscheiden, welche digitalen Werkzeuge zum Unternehmenserfolg beitragen.

Session 1: »Digitale Werkzeuge«


Rapid-Technologien – Verfahren und Anwendungsszenarien

Eine wesentliche Herausforderung für Unternehmen besteht aktuell darin, Anforderungen an Produkte hinsichtlich hoher Variantenvielfalt und Kom­plexität wirtschaftlich zu realisieren. Ein Ansatzpunkt, um dieser Forderung gerecht zu werden, sind gene­rative Fertigungs­tech­nologien (Rapid-Technologien). Auf­grund der darstellbaren Komplexität von Bauteilen und des durchweg gegebenen Po­ten­zials in Bezug auf Mass Customization oder auch der Serien­produktion besitzen diese Fertigungsverfahren sowohl hohen Innovationsgrad als auch bedeu­tende In­dustrie­relevanz. Neben den bereits etablierten Kunststoff verarbeitenden Technologien erlangen Metall verarbeitende Verfahren, wie beispielsweise Selective-Laser-Melting (SLM), zunehmenden Stellenwert.

Session 2: »Rapid-Technologien«


Fertigungsverfahren – Innovation durch Flexibilisierung

Die Forderung nach kundenindividuellen Produkten und die damit steigende Nachfrage an Werk­zeugen und Formen bedingen in zunehmendem Maße flexible, schnell auf neue Anforderungen anpass­bare Fertigungsverfahren. Eine erhöhte Komplexität von Werkzeugen und Formen macht zum einen intelligente Bearbeitungsstrategien und modulare, adaptive spanende Werkzeugmaschinen notwendig, erfordert zum anderen aber auch elektrochemische Technologien. Der Schlüssel für die wirtschaftliche Fertigung im globalen Wettbewerb liegt folglich grundlegend in der Weiterentwicklung und Optimierung von innovativen Fertigungsverfahren. Gerade im Werkzeug- und Formenbau kann der Standort Deutschland nur durch Innovationsführerschaft nachhaltig gestärkt und erweitert werden.

Session 3: »Fertigungsverfahren«


Qualitätssicherung – Nachhaltigkeit für den Werkzeug- und Formenbau

Für eine durchweg hohe Qualität von Werkzeugen ist eine angepasste und flexible Messtechnik erforderlich. Moderne Methoden der Qualitätssicherung müssen in der Lage sein, sowohl große Freiformflächen als auch kleinste metallurgische Strukturen, beispielsweise von funktionalen Oberflächen, prozesssicher zu analysieren. Für kontinuierlich steigende industrielle Anforderungen werden derzeit überwiegend taktile und optische Messmethoden eingesetzt. Im Bereich zerstörungsfreier Materialprüfung bewegen sich neuartige Ansätze dahingehend, die Computertomographie für die Qualitätssicherung wirtschaftlich zu nutzen. Die Session beschäftigt sich daher sowohl mit der Messtechnik, als auch mit softwaretechnischen Lösungen zur Aufbereitung und zur Verarbeitung von Qualitätsdaten.


Session 4: »Qualitätssicherung«


Umformtechnik – Neuartige Konzepte für die Werkzeugauslegung Verschleißminimierung

Gerade im Bereich der Umformwerkzeuge spielt das Thema Haltbarkeit und Verschleißbeständigkeit eine entscheidende Rolle. Einerseits werden sowohl hochfeste Stähle als auch Aluminiumlegierungen eingesetzt. Andererseits ist ein verstärkter Trend zur Hartstoffbeschichtung für die Eindämmung von abrasivem Verschleiß feststellbar. Insbesondere durch Methoden der Oberflächen­strukturierung von stark beanspruchten Bereichen eines Umformwerkzeugs kann die Lebensdauer und damit die Wirt­schaft­lichkeit deutlich gesteigert werden. Beispielsweise werden zur Reduktion von Ober­flächen­zerrüttung aufgrund des ausgeprägten Werkstoffflusses bereits heute Verfahren wie das Laser­strahl­härten oder das so genannte Glatt- und Festwalzen eingesetzt.

Session 5: »Umformtechnik«